GOLDKÜSTE
Schmalclub 11

Mai 2001, TAT Frankfurt

Aufgeteilt in Gruppen zu je zehn Personen begaben sich die Teilnehmer nach Art der Schnitzeljagd von Station zu Station, um den Stadtteil Bockenheim als neues oder anderes Bockenheim zu erkunden. Nicht die touristischen Highlights sollten präsentiert werden, sondern das ganz Alltägliche und neu Arrangierte wurden für die Touren zusammengestellt. Vierzig Stationen - räumliche Situationen und besondere Personenkonstellationen - wurden in wochenlangen Streifzügen durch Bockenheim entdeckt und ungewohnt verknüpft.
Einige Auszüge aus den Touren: Besuch des Schlaflabor im Keller des Sigmund-Freud-Instituts mit Beobachtung eines Schlafenden, Unterricht in korrektem Strassenverhalten in der Jugendverkehrsschule, weitergeführt durch eine Fahrt mit der Miniaturversion des Äppelwoi-Express, die im nächtlichen Palmengarten endete, nach der die Teilnehmer mit einer geschenkten Blume auf dem Schoß in einem Polizeigroßraumwagen zu der urigsten Kneipe Bockenheims gefahren wurde, um dort mit der Besitzerin die Blumen auf ihrem Garagendach zu pflanzen.
Mit einer Stretchlimousine wurde eine Gruppe nach einem Polkatanz in einem abgelassenen Brunnen durch Schrebegärten unter eine Autobahnbrücke gefahren, um dort in einer kinoähnlichen Situation bei Wein und Popcorn die Durchfahrt vorbeifahrender Züge zu beobachten.
Nach einem Fussbad musste eine andere Gruppe mit Postfahrrädern eine Strecke durch den Park zur Bundesbank zurücklegen, um dort einem Punkkonzert aus dem Dickicht der Grünanlage lauschen zu können, worauf sie ein Sirtakei-Tanzkurs im Seniorenzentrum mit den rüstigen Bewohnern absolvierten.
Abschluss der Touren und Zusammenkunft aller Gruppen war im grossräumigen Gebäude der Telekomzentrale neben dem Ginnheimer Turm. In einer beruhigenden Chill-Out-Atmosphäre und bei eriträischem Essen wurden die Erlebnisse an den Stationen nach der langen und auch anstregenden Reise ausgetauscht.

ZUR INTERAKTIVEN DOKUMENTATION HIER KLICKEN


<<