HOTEL MIRAMAR
szenische Installation mit stauraum, Dauer 12 h

Mai 2002, Hotel Miramar Frankfurt

Das Projekt ist eine im alltäglichen Umfeld konstruierte Situation, ein Spielfeld. Gezeigt wurde in Form einer komprimierten Realität das, was sonst in einem Hotel hinter verschlossener Tür stattfindet. Es ist eine Recherche über die verschiedenen Charaktere und Atmosphären, die ein Hotel auf engstem Raum in sich vereint.

Durch eine Drehtür betraten die Besucher das Hotel und befanden sich direkt in dieser Zwischenwelt aus Diskretion und Intimität.
An der Rezeption wurde man willkommen geheißen, checkte ein, bekam einen Zimmerschlüssel oder wurde mit einem Getränk in der Hotelbar vertröstet, da das Zimmer noch nicht fertig war. So konnten das Hotel, seine Flure, seine Zimmer, sein Personal und seine Gäste nach und nach entdeckt werden. Die Besucher erfuhren das Hotel als lebendige Szenerie, von der sie einen Teil bildeten. Echte und inszenierte Gäste, ebenso wie echtes und inszeniertes Personal, vermischten sich im Hotel. Zu erleben war eine Ansammlung intimer Lebensdokumente auf engstem Raum, die auf die anwesenden und abwesenden Figuren verwiesen. Einige Zimmer waren rein installativ eingerichtet, in anderen befanden sich inszenierte Gäste. Einige Türen standen offen, zu anderen musste man sich einen Schlüssel organisieren. Die szenische Installation veränderte sich mit der Tageszeit. Es begann mit dem Freitagabend, der Ankunft der Gäste, lief die ganze Nacht und endete mit dem Frühstück.
stauraum Produktion, unterstützt von Hotel Miramar, Janzen & Partner Kulturförderung, Tickets per Post,
Druckerei Imbescheidt und Wuffdesign

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