CV
Susanne Kessler

Künstlerin und Regisseurin, wohnhaft in Frankfurt am Main

geboren 1973 in Friedberg/Hessen

1992-1998 Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Neueren Deutschen Literatur und Kunstpädagogik in Frankfurt und Paris (Erasmus-Stipendium)
M.A. "Die Situationistische Internationale und die Performance Art" bei Prof. Dr. Hans-Thies Lehmann

2000-2001 Aufbaustudium Freie Kunst/Experimentelle Raumgestaltung an der HFG Offenbach
Diplom "Storyteller" bei Prof. Heiner Blum

2001 Gründung von stauraum e.V. Verein zur Förderung nicht-institutioneller Kunstprojekte
2003 Gründung der Performance Gruppe foreign affairs e.f.
2005-2006 Gemeinschaftsarbeit "sounds of silence" mit der Architektin Petra Eichler

seit 2007 Zusammenarbeit mit Petra Eichler unter dem Namen Studio Sounds of Silence



ARTISTIC POLICY (Fragmente)

Nur ich sehe die Welt so wie ich sie sehe.

Meine Welt ist das nur scheinbar Unspektakuläre um uns herum.

Fehler, Lücken, Unvorhergesehenes und Unfälle, kleine Verschiebungen in der Realität, aus denen eine ungeahnte Poesie entsteht.

Die künstlerische Arbeit ist kein im Vorfeld gut festgeschnürtes Konstrukt, sondern eine ständig wachsende Zusammenkunft verschiedener Momente, die sich an einem unsichtbaren, aber dadurch nicht weniger unbedingten, Band entlang schlängeln.

Ein gemeinsamer poetischer Grund.

Der Ausgangspunkt kann alles sein. Ein Wort, wie ein Text, ein Ton wie eine Musik, eine Atmosphäre, aber auch eine Sekunde oder Unverständnis, ein Gedanke oder etwas das nicht zu fassen scheint.

Es ist nicht mein Interesse in der künstlerischen Arbeit möglichst real zu sein. Es geht darum, dem was hinter der jeweiligen Realität, darüber oder dazwischen aufblitzt, Raum zu geben.

Das Produkt, die künstlerische Form, spielt zunächst keine Rolle, sondern ergibt aus der jeweiligen Arbeit.

Frage, Atmosphäre und Poesie lösen Fakten und Story ab.

Es geht um das Gefühl einer Weltfülle. Etwas, das den Betrachter spürbar berührt. Um die Ermöglichung neuer Blicke, das Auftun anderer Erklärungen, um den Schritt in den Dialog.

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist wohl kaum eine gerade Linie.

Die Welt ist so viel grösser als die eigene Welt. Oder die eigene Welt viel grösser als bisher angenommen.

VIVE LA DÉRIVE!


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